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Natur Produkte - Ätherische Öle

Information ätherische Öle

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Bergamotte-Öl (Citrus [aurantium ssp.]bergamia, Rutaceae, Rautengewächse): Kopfnote

Geruch:

frisch, grün-fruchtig, herb-zitrusartig, leicht süßlich, spritzig (Best.-Teil des Eau de Cologne).

Wirkung:
Lichtblick unter den Zitrusölen, angstlösend, aufmunternd, stimmungshebend, appetitanregend, antiseptisch, antiviral, fiebersenkend, beruhigend, äußerlich bei Zellulite.

CAVE:
Zitrusöle, besond. Bergamotte können durch den Gehalt an Furanocumarinen photosensibilisierend (lichtempfindlichkeitssteigernd) wirken (Nicht an Hautstellen oder zu Zeitpunkten anwenden, an denen eine Sonnenbestrahlung nicht vermeidbar ist !!!). Die Haltbarkeit ist begrenzt, da bei Raumtemperatur Luft- und Lichteinfall die Inhaltsstoffe schnell verharzen und an Qualität verlieren können, deshalb spätestens nach 8-12 Monaten Ersatz durch frisches Öl.

Herkunft:
Italien

Gewinnung:
Kaltpressung der noch grünen Fruchtschalen .Vorkommen Südeuropa, Israel.

Hauptbestandteile:
Linalylacetat, d-Limonen, l-Linalool, d-Terpineol, Bergapten, μ-Terpinen.

Ausbeute:
ca. 0,3-0,5% aus frischen Schalen (200 kg Früchte ergeben 1 L äth. Öl), teures smaragdgrünes Zitrusöl, das immer wieder gerne verfälscht und billig angeboten wird.

Die große und weit verzweigte (47 kultivierte Arten!) Zitrusbaum-Familie ist eine der wenigen immergrünen Pflanzenfamilien, die in den Fruchtschalen das äth. Öl enthält und durch einfaches Auspressen ohne Destillation gewonnen werden kann. Alle diese Öle zeichnen sich durch die frischen Geruchsspitzen und die kräftigen Wirkungen auf unseren Organismus aus.




Cajeput-Öl (Melaleuca leucadendra, Myrtaceae, Myrtengewächse): Kopfnote

Geruch:
krautig-mild, sanft und fein, etwas eucalyptusartig, frisch.

Wirkung:
schleimlösend und auswurffördernd, verträglich auch für Kinder, antiviral, desinfizierend, antirheumatisch (durchblutungsfördernd und schmerzstillend) als Einreibung, schweißtreibend. geistig festigend, für einen klaren Kopf, aufnahmefördernd, Lern- und Stress-Öl

TIPP:
Mischung mit Lavendel ergänzt sich wunderbar und mildert für Kinder u. alte Leute die Wirkung

Herkunft:
Nordaustralien.

Vorkommen:
Indonesien, Malaysia, Philippinen, Nordaustralien.

Hauptbestandteile:
1,8-Cineol, a-Terpineol, a-Pinen, Terpinolen, l-Limonen.

Ausbeute:
ca. 0,8-1 % aus frischen Blättern (100-125 kg grünes Pflanzenmaterial ergeben 1L äth. Öl).

Das ursprünglich von den Molukken kommende Öl, heute in Indonesien, Malysien und Nordaustralien angebaut gehört zu der großen Teebaum-(Melaleuca)-Familie, die obwohl schon gut dokumentiert, noch lange nicht fertig erforscht ist. Der Cajeput-Baum wird bis zu 25m hoch, ist immergrün und besitzt schmale, grau-grüne Blätter, die den sanften Eucalyptus- Duft verströmen. Die Malayen und Javaner benutzten Cajeput von jeher als schweißtreibendes Mittel bei fieberhaften Infekten, Atemwegserkrankungen und anderen Beschwerden.




Eucalyptus-Öl 85% (Eucalyptus globulus Labill., Myrtaceae, Myrtengewächse): Kopfnote

Geruch:
stechend scharf, frisch, kampferartig,

Wirkung:
Antiseptisch, antiviral, konzentrationsfördernd, steigert die Herztätigkeit, schleim- und krampflösend,
auswurffördernd, stark luftreinigend,

CAVE:
Nicht für Kinder unter 6 Jahren verwenden !!! (In Australien wird Eucalyptusöl kindersicher in besonders gut erkennbaren Giftflaschen verkauft!!!)

Gewinnung:
Wasserdampfdest. der Blätter und Zweige.

Vorkommen:
Australien, Südafrika, Mittelmeer, Indien, Tasmanien. VR China, Algerien.

Herkunft:
VR China

Hauptbestandteile:
1,8-Cineol (ca. 85%), Limonen, a-Pinen, Limonen.

Ausbeute:
ca. 0,7-2% aus frischen Blättern (aus 50kg Blättern erhält man 1 L Öl).

Von den über 700 ! verschiedenen Arten der Gattung Eucalyptus werden 20 Arten auf äth. Öle ausgewertet. In Australien ist der Eucalyptus sogar waldbildend und die Blätter der bis zu 100m hohen Bäume sind die ausschließliche Nahrung der lieben Koala-Bären, die als Vorbild für die beliebten Teddy-Bären dienten. Eucalyptusbäume wachsen sehr schnell und entziehen dem Boden viel Wasser. Deshalb werden sie heute noch in warmen Regionen zur Trockenlegung von Sümpfen angepflanzt. Außerdem ist der Eucalyptus regnans mit 140m Höhe der höchste Laubbaum der Welt.



Fichtennadel-Öl sib. (Abies sibirica, syn. Pinus sylvestris, Picea abies obovata, Abietaceae/Pinaceae, Kiefern-/Fichtengewächse): Kopf-/Herznote

Geruch:
würzig-herb, frisch, waldig, nach Nadelbäumen

Wirkung:
kräftigend, nervenstärkend, klärend, fördert die Ausdauer, keimtötend bei Infektionen der Atemwege, durchblutungsfördernd, bei Verspannungen, Neuralgien und rheumat. Beschwerden, atmungsvertiefend bei
Bronchitis, gut zur Luftreinigung.

CAVE:
Längere äußere Anwendung kann hautreizend wirken, Nicht bei Asthma bronchiale.

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Nadeln und Zweige der sibirischen Fichte/Tanne/Kiefer.

Herkunft:
Russland/GUS (Sibirien)

Hauptbestandteile:
a-Pinen, ß-Pinen, Camphen, Limonen, Delta-3-Caren, Bornylacetat, a-Phellandren, Isoborneol.

Vorkommen:
weltweit.

Ausbeute:
ca. 0,5 - 1,5 % aus frischen Nadeln und Zweigen (100 kg frische Pflanzen gibt 1 L).

Die fast weltweit verbreiteten Arten der Gattung Fichte/Kiefer werden mannigfach auf äth. Öle, Harze, fette Öle, Teere, Peche, Extrakte, Zellstoff, Papier, Zellulose ausgewertet.




Kanuka-Öl (Kunzea ericoides, syn. Leptospermium ericoides, Myrtaceae, Myrtengewächse): Herznote

Geruch:
tief und erdig, krautig, frisch.

Wirkung:
schwächer als Manuka gegen Bakterien und gegen Pilze (gut in Kombination mit Manuka), vor allem verwendet durch die kortikoidstimulierende Wirkung auf die Nebennierenrinde bei entzündlichen Rücken- und Gelenksbeschwerden, bei Rheuma, gut hautverträglich, lädt innere Batterien wieder auf, gibt Kraft, Power und vor allem Lebensfreude.

Tipp:
Mischungen mit Lavendel- oder Palmarosaöl ergänzen hervorragend die schwache Wirkung des Kanukaöles gegen Pilze und gewisse Bakterien- und Virenstämme.

Herkunft:
Neuseeland.

Vorkommen:
Neuseeland, Ostaustralien, Tasmanien, Neu-Guinea, Südostasien.

Ausbeute:
ca. 0,4-1,5 % aus frischen Blättern (80-100 kg Pflanzenmaterial ergeben 1L gelblich-grünes Öl).

Der aus Australien kommende Strauch bzw. Baum ist noch sehr wenig bekannt und angebaut. Er gehört zwar zu der großen Teebaum-(Melaleuca)-Familie, die obwohl schon gut dokumentiert, noch lange nicht fertig erforscht ist. Der Kanuka-Strauch/Baum wird bis zu 15m hoch, wird traditionell ohne Maschineneinsatz geerntet und wächst trotz Wildsammlung schnell wieder nach. Die Maoris verwenden verschiedenste Teile des Kanuka wie die Manukapflanze, von der die Kanukapflanze in der Fachliteratur meist auch nicht unterschieden wird.




Krauseminz-Öl (Mentha crispa, Lamiaceae, Lippenblütler): Kopfnote

Geruch:
frisch, süßlich-würzig, aromatisch, erinnert an Kaugummi-Geruch

Wirkung:
schwächer und milder als die der Pfefferminze durch die Abwesenheit von Menthol, auch für Kinder geeignet, durchblutungsfördernd, hautreizend, anregend, auswurfördernd, konzentrationsfördernd.

CAVE:
Pfefferminzöle sind bei empfindlichen Personen (Schwangere, Kleinstkinder) bedachtsam und gering dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise in der Literatur beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter.

Herkunft:
USA.

Vorkommen:
Mittelmeerländer, USA

Ausbeute:
ca. 1-2 % aus frischen Blättern.

Hauptbestandteile:
Dihydrocuminalkohol, Dihydrocarveolacetat, Carvon, a-Pinen, ß-Pinen, Caryophyllen

Die Minzenart mit den gekräuselten Blatträndern wird von manchen Autoren als eigene Art, von vielen als Bastard zwischen zwei oder mehr Arten definiert. Sie wird von 0,5 bis zu 1 m hoch und wird im Juli und August geerntet. Von den Minzen existieren 7 verschiedene Grund-Familien, die sich wiederum in zahlreiche Untersorten aufteilen. Alle diese Minzen besitzen die Eigenschaft, sich relativ schnell untereinander zu kreuzen und neue Nachfahren zu bilden, das heißt bei der Wildsammlung sind fast nie reine Sorten zu finden, sondern nur Bastarde. Alle diese unterschiedlichen Familienmitglieder unterscheiden sich mehr oder weniger auch in der Chemie Ihrer äth. Öle. Maßgeblich für die Verwendung von Minzölen ist der Mentholgehalt (Menthol ist hautreizend, durchblutungsfördernd und in höheren Konzentration für Kleinstkinder ungeeignet, kühlend, prickelnd, hautbetäubend) und die typisch scharf-frische Geruchsnote.




Latschenkiefer-Öl (Pinus mugo Turr, Pinaceae, Kieferngewächse): Herznote

Geruch:
harzig, frisch, herb, mild-würzig, nach Nadelbäumen

Wirkung:
kräftigend, nervenstärkend, klärend, keimtötend bei Infektionen der Atemwege, atmungsvertiefend bei
Bronchitis, sekretionsfördernd, abschwellend, gut zur Luftreinigung.

CAVE:
Längere äußere Anwendung kann hautreizend wirken, Nicht bei Asthma bronchiale.

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Nadeln und Zweige der Legeföhre/Latschenkiefer.

Herkunft:
Österreich,

Hauptbestandteile:
a-Pinen, ß-Pinen, Camphen, Limonen, Delta-3-Caren, Bornylacetat, d- Sylvestren.

Vorkommen:
Alpen und Karpaten (D, Ö, CH,...)

Ausbeute:
ca. 0,25 - 0,7% aus frischen Nadeln und Zweigen.
Die Latsche oder auch Legföhre gedeiht in den Alpen in zum Teil extremen Lagen oberhalb der Waldgrenze und stellt den Hauptteil in der sogar nach ihr benannten Krummholzzone. Im Winter ist diese Pflanze unter der dicken Schneedecke komplett versteckt/umgelegt. Nicht nur die Latschenkiefer sondern auch die fast weltweit verbreiteten Arten der Gattung Kiefer werden mannigfach auf äth. Öle, Harze, fette Öle, Teere, Peche, Extrakte, Zellstoff, Papier, Zellulose ausgewertet.




Lavendel-Öl fein 38% (Lavandula officinalis, syn. L. angustifolia, Lamiaceae, Lippenblütler): Herznote

Geruch:
frisch, blumig-krautig, luftig klar, mild.

Wirkung:
desinfizierend, reizlindernd, immunstimulierend, bei leichten Brandwunden, Stichen, Abschürfungen, Asthma, Haarausfall, Ausfluss, stimmungserhellend, beruhigend, gut hautverträglich.

CAVE:
Bitte beim Einkauf auf genaue Deklaration achten! Lavandinöl, Speiklavendel und Schopflavendel besitzen nicht die beruhigende und ausgleichende Wirkung und sind weniger gut hautverträglich.

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blüten und Rispen des echten Lavendels.

Herkunft:
Frankreich.

Hauptbestandteile:
Linalylacetat (>38%), Linalool, ß-Caryophyllen, Lavandulylacetat, Lav.- Öl besteht aus über 250 versch. Einzelsubstanzen, die erst durch das harmonische Zusammenspiel die hervorragende Wirkung ergeben.

Anbau:
Frankreich, Italien, Tasmanien.

Ausbeute:
ca. 0,8 - 1,8 % aus frischen Blüten und Rispen (ca. 125kg Pflanzen ergeben 1L äth. Öl).

Der Lavendel existiert in unzähligen Unterarten im gesamten Mittelmeerraum, die alle mehr oder weniger unterschiedliche Charakteristika besitzen. Der echte Lavendel ist eine Mittelgebirgspflanze, die am liebsten in Höhen von 800 bis 2000m wächst und sich schwer kultivieren lässt. Umso höher der Wuchsort, umso höher ist der Gehalt an wertbestimmenden Estern und die Vielfalt der Bestandteile, aber umso geringer ist leider der Ertrag und umso höher demzufolge auch der Preis.




Lemongras-Öl (Cymbopogon citratus, Syn. C. flexuosus, Andropogon flex., Poaceae, Süssgräser): Kopfnote

Geruch:
sehr frisch, leicht kühl, süßlich, zitrusartig, leicht erdig.

Wirkung:
reinigend, desinfizierend, entzündungshemmend, erfrischend, konzentrationsfördernd, Vorbeugung von Erkältungskrankheiten, Abwehr von Insekten uä.

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation des Grases .

Herkunft:
Indien.

Hauptbestandteile:
80% Citral, n-Decylaldehyd, Dipenten, Farnesol, Geraniol, Linalool, Limonen, Nerol.

Anbau:
Bhutan, China, Indien, Afrika, Mittel- und Südamerika.

Ausbeute:
ca. 2 % aus frischen Gräsern (ca. 50 kg Gras ergeben 1L äth. Öl).

Das Lemongras ist in Indien ein traditionelles Mittel gegen Infektionskrankheiten, Fieber und Cholera. Lemongrasöl wird auch viel in der Seifen- und Parfumindustrie verwendet.




Manuka-Öl (Leptospermum scoparium, Myrtaceae, Myrtengewächse): Herznote

Geruch:
tief erdig, krautig, bis warm holzig, würzig, angenehm sinnlich.

Wirkung:
gegen Bakterien, Viren und vor allem gegen Pilze, angstlösend, nervenstärkend, euphorisierend, wundheilend, gegen Juckreiz, Schnupfen, Husten, bei Rücken- und Gelenksbeschwerden, antibakterielle Wirkung auch gegen Antibiotika-resistente Keime, gut hautverträglich.

TIPP:
Mischung mit Teebaumöl ergänzt hervorragend die schwache Wirkung des Teebaumöles gegen Pilze und gewisse Bakterien- und Virenstämme ( 4 Teile Teebaum, 1 Teil Manuka).

Herkunft:
Neuseeland.

Vorkommen:
Neuseeland, Ostaustralien, Tasmanien, Neu-Guinea, Südostasien.

Hauptbestandteile:
d-Cadinen, a-Cubeben, a-Copaen .

Ausbeute:
ca. 0,4-0,5 % aus frischen Blättern (150 kg grünes Pflanzenmaterial ergeben 1L gelbes, dickes Öl).

Der ursprünglich aus Australien kommende Strauch bzw. Baum wird heute in Indonesien, Malysien und Nordaustralien angebaut und gehört zu der großen Teebaum-(Melaleuca)-Familie, die obwohl schon gut dokumentiert, noch lange nicht fertig erforscht ist. Der Manuka-Strauch wird traditionell ohne Maschineneinsatz geerntet und wächst trotz Wildsammlung schnell wieder nach. Die Maoris verwenden verschiedenste Teile des Manuka bei Durchfall, nässenden Wunden, Schlafstörungen, als Stärkungsmittel für empfindliche und zu sensible Menschen.




Minz Öl spezial (Mentha sp. va. arvensis, Lamiaceae, Lippenblütler): Kopfnote

Geruch:
frisch, scharf, kühl, leicht

Wirkung:
wie die Pfefferminze für Kinder nur bedingt geeignet, durchblutungsfördernd, hautreizend, anregend, auswurffördernd, konzentrationsfördernd, krampflösend.

CAVE:
Pfefferminzöle sind bei empfindlichen Personen (besonders Schwangere, Kleinstkinder) bedachtsam und gering dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise in der Literatur beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter von versch. Minzarten.

Herkunft:
USA, Deutschland.

Vorkommen:
Mittelmeerländer

Ausbeute:
ca. 1-2 % aus frischen Blättern. wechselnde Mischung aus versch. Minzenarten.

Hauptbestandteile:
Menthol, Menthon, a-Pinen, ß-Pinen, Limonen, Carvon, Caryophyllen, Menthofuran, Jasmon, Piperiton, Menthylacetat, Pulegon.

Von den Minzen existieren 7 verschiedene Grund-Familien, die sich wiederum in zahlreiche Untersorten aufteilen. Alle diese Minzen besitzen die Eigenschaft, sich relativ schnell untereinander zu kreuzen und neue Nachfahren zu bilden, das heißt bei der Wildsammlung sind fast nie reine Sorten zu finden, sondern nur Bastarde. Alle diese unterschiedlichen Familienmitglieder unterscheiden sich mehr oder weniger auch in der Chemie Ihrer äth. Öle. Maßgeblich für die Verwendung von Minzölen ist der Mentholgehalt (Menthol ist hautreizend, durchblutungsfördernd und in höheren Konzentration für Kleinstkinder ungeeignet, kühlend, prickelnd, hautbetäubend) und die typsich scharf-frische Geruchsnote.




"Melissen-Öl" indicum (Cymbopogon nardus, Poaceae, Süssgräser, so genanntes "falsches Melissen-Öl" ): Kopfnote

Geruch:
zitronig-balsamisch, frisch und leicht krautig

Wirkung:
aktivierend, belebend, ausgleichend

CAVE:
Längere äußere Anwendung kann hautreizend wirken.

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter des Süßgrases.

Herkunft:
Ceylon,

Hauptbestandteile:
Geraniol, Citronellal, Geranylacetat, Limonen.

Ausbeute:
ca. 0,4-0,5% aus frischen Blättern.

Die Bezeichnung "Melissen-Öl indicum" ist eine vom ÖAB (Österr. Arznei-Buch) erlaubte Falschangabe, weil echtes Melissenöl aus Melissa officinalis in der benötigten Menge gar nicht verfügbar und schon gar nicht bezahlbar ist. Deshalb wird das Citronellöl über Melissenblättern nochmals destilliert und darf anschließend als "Melissenöl ind." verkauft werden. Viele Arten der Süßgräser werden auf ihre Duftkomponenten hin ausgewertet, zur Isolierung von Rohstoffen für die Parfum- und Riechstoffindustrie. Bekannte Verwandte: Lemongras, Palmarosa.




Orangen-Öl süß (Citrus sinensis Osbeck, Rutaceae, Rautengewächse): KOPFNOTE

Geruch:
Agrumig, frisch-süßlich, fruchtig, typisch nach Orangenschale

Wirkung:
positivierend, bei Angst und Schwermut, guter Duft für Kinder (sanft, warm und sonnig), appetitanregend, verdauungsfördernd, beruhigend, äußerlich bei Zellulite.

CAVE:
Zitrusöle können durch den Gehalt an Furanocumarinen photosensibilisierend (lichtempfindlichkeitssteigernd) wirken. Die Haltbarkeit ist begrenzt, da bei Raumtemperatur Luft und Lichteinfall die Inhaltsstoffe schnell verharzen und an Qualität verlieren können, deshalb spätestens nach 8-12 Monaten Ersatz durch frisches Öl.

Gewinnung:
Kaltpressung der Fruchtschalen .

Herkunft:
Brasilien

Vorkommen:
Südeuropa, Israel.

Hauptbestandteile:
d-Limonen, d-Terpineol, Linalylacetat, Citronellal, Myrcen.

Ausbeute:
ca. 0,3-0,5% aus frischen Schalen.

Die große und weit verzweigte (47 kultivierte Arten!) Zitrusbaum- Familie ist eine der wenigen immergrünen Pflanzenfamilien, die in den Fruchtschalen das äth. Öl enthält und durch einfaches Auspressen ohne Destillation gewonnen werden kann. Alle diese Öle zeichnen sich durch die frischen Geruchsspitzen und die kräftigen Wirkungen auf unseren Organismus aus.




Pfefferminz-Öl amerik. (Mentha piperita, Lamiaceae, Lippenblütler): Kopfnote

Geruch:
frisch, scharf, kühl, leicht, stechend,

Wirkung:
für Kinder nur bedingt geeignet weil durchblutungsfördernd, hautreizend, anregend, auswurffördernd, konzentrationsfördernd, krampflösend (Migräne, Kopfweh).

CAVE:
Pfefferminzöle sind bei empfindlichen Personen (besonders Schwangere, Kleinstkinder) bedachtsam und gering dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise in der Literatur beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter.

Herkunft:
USA.

Vorkommen:
Mittelmeerländer, USA, Deutschland

Ausbeute:
ca. 1-2 % aus frischen Blättern.

Hauptbestandteile:
Menthol, Menthon, Isomenthon, a-Pinen, 1,8-Cineol, l-Limonen, Carvon, p-Cymol, Caryophyllen, Menthofuran, Jasmon, Piperiton, Menthylacetat, Sabinenhydrat.

Von den Minzen existieren 7 verschiedene Grund-Familien, die sich wiederum in zahlreiche Untersorten aufteilen. Auch die klassische Pfefferminze Mentha piperita L. ist ein Bastard zwischen M.saquatica und M. spicata. Alle diese Minzen besitzen die Eigenschaft, sich relativ schnell untereinander zu kreuzen und neue Nachfahren zu bilden, das heißt bei der Wildsammlung sind fast nie reine Sorten zu finden, sondern nur Bastarde. Alle diese unterschiedlichen Familienmitglieder unterscheiden sich mehr oder weniger auch in der Chemie Ihrer äth. Öle. Maßgeblich für die Verwendung von Minzölen ist der freie Mentholgehalt und die Geruchs- und Geschmacksnote (Menthol ist hautreizend, durchblutungsfördernd und in höherer Konzentration für Kleinstkinder ungeeignet, kühlend, prickelnd, hautbetäubend).




Rosmarin-Öl (Rosmarinus officinalis, Lamiaceae, Lippenblütler): Kopfnote

Geruch:
kühl, klar, kampferartig, frisch, aktiv, würzig "medizinisch"

Wirkung:
durchblutungsfördernd, hautreizend, stark anregend, konzentrationsfördernd, willens- und gedächtnisstärkend.

Rosmarinkraut wird in Italien und Spanien als Räucherung zur Aromatisierung und Desinfizierung verwendet und um "Böses abzuwenden".

CAVE:
Rosmarinöl ist bei empfindlichen Personen (Epileptiker, Schwangere, Kleinstkinder) sehr bedachtsam und geringst dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise genau beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation des Krautes.

Herkunft:
Spanien.

Vorkommen:
Mittelmeerländer, Mexico

Ausbeute:
ca. 1-2 % aus frischen Blättern.

Hauptbestandteile:
1,8-Cineol, i-Camphen, Campher, Terpinen-4-ol, a-Pinen.

Der immergrüne, robuste Halbstrauch Rosmarin wird von 0,5 bis zu 1,5 m hoch und wird im Juli und August geerntet. Vom Rosmarin-Strauch existieren mehrere verschiedene Typen, die sich in der Chemie Ihrer äth. Öle unterscheiden (deshalb: Chemotypen genannt): R.Kampfertyp (spanisch-der gebräuchlichste), R. Verbenon (mildere Qual.), R. Cineol (therap. wirksame Qual.). Unser Öl entspr. dem Kampfertyp.





Salbei-Öl (Salvia officinalis, Lamiaceae, Lippenblütler): Kopfnote

Geruch:
kühl, kräuterartig, herb, frisch, würzig

Wirkung:
anregend, stärkend, reinigend, schweißhemmend, schleimlösend, hustenstillend, fiebersenkend, verdauungsanregend, bakteriostatisch, gut für die Stimme.

CAVE:
Salbeiöl ist bei empfindlichen Personen (Epileptiker, Schwangere, Kleinstkinder) sehr bedachtsam und geringst dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise genau beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter.

Herkunft:
Spanien.

Vorkommen:
Mittelmeerländer, Nordamerika

Ausbeute:
ca. 1-2 % aus frischen Blättern.

Hauptbestandteile:
(Thujon), a-Borneol, p-Cymol, 1,8-Cineol, i-Camphen, Campher, Linalool, , a-Pinen, ß-Pinen.

Über 100 verschiedene bekannte Arten hat die Gattung Salbei. Die bekannteren Arten sind der Gartensalbei (S.officinalis), der dreilappige, griechische Salbei (S. triloba) und der Muskateller-Salbei (S. sclarea). Alle Salbeiarten sind bekannt für ihre Ausdauer und die Fähigkeit, auch auf sehr kargen Plätzen zu gedeihen.




Teebaum-Öl bfA/kbA (Melaleuca alternifolia, Myrtaceae, Myrtengewächse): Herznote

Geruch:
würzig, kräftig, kampferartig, frisch, "medizinisch"

Wirkung:
antiseptisch, antiviral*, antimykotisch*, wundheilend, antierogen, bei Infektionen aller Art, Akne, Entzündungen, Pilzbefall* (*viel besser in Kombination mit Manuka-+Lavendelöl), geistig stärkend.

CAVE:
Teebaumöl ist durch die starke Nachfrage in sehr unterschiedlichen Qualitäten am Markt. Für therap. Zwecke nur hochwertiges, wenn möglich nur aus bfA (kontr.biol. Anbau) oder Wildsammlung rückstandskontrolliert am besten in Verdünnung (max.15%ig) verwenden, sonst sind Sensibilisierung und gravierende Hautreizungen bei längerer Verwendung nicht auszuschließen !!!

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter und jungen Zweige.

Herkunft und Vorkommen:
Australien.

Ausbeute:
ca. 1,3-2% aus frischen Nadeln und Zweigen.

Hauptbestandteile:
1,8-Cineol, Terpinen-4-ol, a-Pinen, ß-Pinen, Cymol.

Der immergrüne, robuste Teebaum aus dem sumpfigen Buschland in Australien kann bis zu 8m hoch werden, wird aber beim Plantagenanbau auf max. 1,5m gehalten. Teebaum-Öl wird oft aus mehreren Teebaum-Arten gemischt, die wesentlich ertragreicher, aber nicht so wirksam sind. Dies erklärt auch die sehr unterschiedlichen Preise und Geruchsnoten.




Thymian-Öl (Thymus vulgaris, Lamiaceae, Lippenblütler): Herznote

Geruch:
intensiv, krautig, etwas scharf, aktiv, feurig, würzig

Wirkung:
antiseptisch, antiviral, durchblutungsfördernd, hautreizend, stark anregend, stärkt Geist und Sinne, verdauungsfördernd, abwehrsteigernd, wärmend.

CAVE:
Thymianöl ist bei empfindlichen Personen (Epileptiker, Schwangere, Kleinstkinder) sehr bedachtsam und geringst dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise genau beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation des Krautes.

Herkunft:
Spanien

Vorkommen:
Mittelmeerländer, Marokko, Türkei, Nordamerika

Ausbeute:
ca. 0,5-0,8 % aus frischen Blättern.

Hauptbestandteile:
Thymol, p-Cymen, Borneol, Carvacrol, g-Terpinen, a-Pinen.

Der robuste Zwergstrauch Thymian wird bis zu 0,4 m hoch und wird von Mai bis Juli geerntet. Vom Thymian existieren mehrere verschiedene Typen, die sich in der Chemie Ihrer äth. Öle und deshalb auch in den Eigenschaften wesentlich unterscheiden (deshalb: Chemotypen genannt): T. Thymoltyp (der gebräuchlichste, oft rot gefärbt), T. Thuyanol (mildere Qual.), T. Cineol (therap. wirksame Qual.), T. Linalol (duftigere, weniger scharfe Note). Unser Öl entspr. dem Thymoltyp.




Cassia - ZIMT-Öl (Cassia-Zimt) (Cinnamonum aromaticum, Lauraceae, Lorbeergewächse): Kopf-/Herznote

Geruch:
warm, süß, würzig, scharf, zimtähnlich

Wirkung:
durchblutungsfördernd, hautreizend, stark anregend, konzentrationsfördernd, willens- und gedächtnisstärkend.

CAVE:
Direkt dosiert leicht ätzend auf der Haut !!! Bei empfindlichen Personen (Epileptiker, Schwangere, Kleinstkinder) sehr bedachtsam verdünnt und geringst dosiert anzuwenden ! Dosierungshinweise genau beachten !

Gewinnung:
Wasserdampfdestillation der Blätter und jungen Zweige.

Herkunft:
China.

Vorkommen:
Mittelmeerländer, Mexico

Ausbeute:
ca. 1-2 % aus frischen Blättern.

Hauptbestandteile:
t-Cinnamylaldehyd, Cinnamylaldehyd, t-0-methoxy-Cinnamylaldehyd, Benzaldehyd.

Cassiaöl ist im Geruch und auch den Eigenschaften dem weit teureren Zimtrindenöl durch den Anteil von Zimtaldehyd sehr ähnlich, deshalb bieten wir aus Preisgründen statt sehr teuerem echtem Zimtrindenöl diese sehr gute Qualität von Cassia-Zimt-Öl an.




Zitronen-Öl (Citrus limon(um) Burm, Rutaceae, Rautengewächse): Kopfnote

Geruch:
frisch, fruchtig, kühl, agrumig, typisch nach frischen Zitronen.

Wirkung:
Antiseptisch, schweißhemmend, Immunsystemaktivierend, stark konzentrationsfördernd, senkt Fehlerquote bei Computereingaben, luftreinigend, bei Fieber und Erkältungen,

CAVE:
Zitrusöle können durch den Gehalt an Furanocumarinen photosensibilisierend (lichtempfindlichkeitssteigernd) wirken. Die Haltbarkeit ist begrenzt, da bei Raumtemperatur Luft und Lichteinfall die Inhaltsstoffe schnell verharzen und an Qualität verlieren können, deshalb spätestens nach 8-12 Monaten Ersatz durch frisches Öl.

Gewinnung:
Kaltpressung der Fruchtschalen .

Vorkommen:
Italien, Indien, Israel, Südamerika.

Herkunft:
Italien.

Hauptbestandteile:
1,8-Cineol, Terpinen-4-ol, , ß-Pinen, Cymol.

Ausbeute:
ca. 0,7-1,7% aus frischen Schalen (für 1L Öl werden ca. 1500-3000 Zitronen benötigt !!!)

Hauptbestandteile:
d-Limonen, Citral, a-Pinen, ß-Pinen, μ-Terpinen, Linalylacetat, Citronellal.

Die große und weit verzweigte (47 kultivierte Arten!) Zitrusbaum-Familie ist eine der wenigen immergrünen Pflanzenfamilien, die in den Fruchtschalen das äth. Öl enthält und durch einfaches Auspressen ohne Destillation gewonnen werden kann. Alle diese Öle zeichnen sich durch die frischen Geruchsspitzen und die kräftigen Wirkungen auf unseren Organismus aus.




Kopfnote:
"schnelle Öle" verdunsten rasch und halten dafür im Duft nicht so lange an. Meist erfrischend, anregend und konzentrationsfördernd. Helle, leichte, eher kühle Düfte.

Herznote:
"gemütlichere, intensive Öle" brauchen etwas Anlauf (1-2min) zum Verdunsten, sind im Geruch nach spätestens 1-2 Stunden wieder verschwunden. Meist harmonisierend, emotional ausgleichend, lösend und entspannend. Blumige, würzige Düfte mit hautpflegender Wirkung.

Basisnote:
"langsame tiefe Öle" brauchen Wärme und Zeit um ihren Duft richtig zu entfalten, dafür hält der Geruch auch über mehrere Stunden hin an. Meist kräftigend, zentrierend, kräftigend und raumreinigend. Erdige, balsamische, harzige, haftende Düfte.


Der Name ätherisches Öl zeugt noch heute
  1. vom Unterschied zum sogenannten fetten Öl der Pflanzen, wie Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöl
  2. von der Entstehung des Namens "ätherisch" (ägypt. Wortstamm), heute ein Synonym für leicht und flüchtig.
Ätherische Öle sind:
  1. ein für viele Pflanzen überlebensnotwendiges Stoffwechselprodukt, das nicht nur als Lockstoff für die Vermehrung notwendigen Insekten dient, sondern auch zum Schutz der Pflanzen von Schädlings-, Bakterien- und Virenbefall.
  2. die konzentrierte Duftinformation einer Pflanze, die man beim Destillieren erhält ( Wasserdampfdestillation, die Kräuter liegen nicht im kochenden Wasser, sondern werden nur vom heissen Dampf durchströmt, der die flüchtigen Bestndteile mitreisst). Diese werden in der Kühlschlange wieder verflüssigt und trennen sich durch Aufschwimmen vom mitdestilliert


  Erstellungsdatum : 06/02/2007 @ 12:34 ,  Letzte Änderung am :05/03/2009 @ 20:55


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